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Teil 3 - Die Franken Im 7./8. Jahrhundert sickerten slawische Siedler bis in den Steigerwald und die Frankenhöhe ein. Orts- und Flußnamen mit wind (von 'Wenden' = Fremde) oder -itz wie Wörnitz, Geiselwind, Bad Windsheim, Windsbach, Marktredwitz, Teuschnitz, Selbitz; Pegnitz, Regnitz, Itz deuten heute noch darauf hin. Um 950 (zur Zeit Ottos I.)1 lag die Slawengrenze bei Forchheim, um 1100 immer noch an der Elbe-Saale-Linie (etwa Lübeck-Hof). Das Volk der Franken entstand durch einen Zusammenschluss mehrerer rhein- und wesergermanischer Stämme (Brukterer, Tenkterer, Sigambrer, Usipeter, Chattuarier, Chamaven, Ampisavier), denen sich später noch die Chatten (à Hessen) anschlossen. Sie wurden zum ersten Mal gegen 250 n. Chr. als "Francii" (= Freie, Kühne) durch römische Quellen erwähnt.
Etwa zur gleichen Zeit kam es zu den Zusammenschlüssen der Alemannen im Havel-Spree-Gebiet (heute Raum Berlin), der Sachsen im Elbbereich (aus Cheruskern, Chauken u. a. und der Thüringer (aus verschiedenen hermundurischen Stämmen). Teile der Franken siedelten im 4. Jahrhundert in Toxandrien (Nordbrabant) - sie dehnten sich ab 406 nach Flandern bis zur Nordsee aus. Im 5. Jahrhundert begann die Besiedlung Galliens durch die Salier, wodurch die Franken mit der keltoromanischen Kultur in Berührung kamen und von ihr mitgeprägt wurden. Die Ripuarier setzten sich südlich von Köln fest und siedelten ab 455 auch im Moselgebiet und bis zu den Ardennen.
Anfangs standen die Franken unter Gaukönigen - der angebliche König Pharamund ist jedoch keine historische Figur sondern gehört zu den fränkischen Sagengestalten aus der Frühzeit der Stammesgeschichte. (Deshalb kann er auch Windsheim nicht gegründet haben - dies ist eine ehemals slawische Siedlung.).
1) Otto I., seinem Sieg über die Ungarn in der Schlacht am Lechfeld, die Einigung und Gründung eines deutschen Reiches und anderes mehr müßte man natürlich mehr Aufmerksamkeit schenken, würde aber bei weitem den Rahmen dieser kurzen Übersicht sprengen.
Ursprung und Herkunft der Franken
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